Sicheres Lernen in abgelegenen Bergregionen

Foto: Plan International
Foto: Plan International

ZIEL:

Kinder erhalten Zugang zu hochwertiger Bildung an sicheren und inklusiven Schulen

MAßNAHMEN: 

- Baumaßnahmen für sichere, barrierefreie Klassenzimmer an 4 Schulen

- Bereitstellung von Lernmaterial und Ausstattung

- Fortbildungen für Lehrkräfte

- Leseförderung unter Einbeziehung der Eltern

- Mobiler Unterricht für Kinder in entlegenen Gemeinden

- Corona-Nothilfe im Bereich Bildung

- Erdrutsch-Nothilfe in Kalikot


Projektregion: Karnali

Projektlaufzeit: Mai 2019 - August 2022
Projektnummer: GNO0482

 

Der Hintergrund

 

Die Provinz Karnali im Westen Nepals zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Die Gegend ist sehr gebirgig und hat nur wenig Infrastruktur. Vor allem im Winter sind die weiten Schulwege ein Problem. So gehen überdurchschnittlich viele Kinder in Karnali nicht zur Schule.

 

Das Gesamtprojekt

 

In dem Projekt "Sichere und inklusive Schulen in Nepal" erhalten Mädchen und Jungen aus den Distrikten Jumla, Dolpha und Kalikot in der Provinz Karnali gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung. Je nach Bedarf setzen wir dafür Schulgebäude und Klassenzimmer in Stand und bauen separate Mädchentoiletten. Zusätzlich richten wir barrierefreie Klassenräume für Kinder mit Behinderungen ein Lehrkräfte und Eltern schulen wir zu Themen der Gleichberechtigung und inklusive Bildung. Insgesamt werden im Rahmen des Projektes Maßnahmen an 80 Vor- und Grundschulen in achte Gemeinden der Distrikte umgesetzt.  

 

Die Projektkomponente

 

Die Projektkomponente "Sicheres Lernen in abgelegenen Bergregionen" ist Teil des Gesamtprojektes und trägt zu dessen Zielerreichung bei. An zwei Schulen im Distrikt Jumla und zwei Schulen im Distrikt Karnali bauen wir sichere und barrierefreie Klassenzimmer. Je nach Bedarf verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung. Mit Leseecken und Bücherverleihen fördern wir das Lesen der Kinder in den Schulen und zu Hause. Lehrkräfte nehmen an Fortbildungen zu inklusiven Lehrmethoden und Katastrophenschutz teil. Gemeinsam mit ihnen identifizieren wir Kinder, die nicht zur Schule gehen, und unterstützen sie dabei, den Schulbesuch wieder aufzunehmen. 

 

Unsere Aktivitäten 

 

Sichere und inklusive Schulen

In enger Absprache mit der lokalen Regierung nehmen wir Baumaßnahmen an diesen vier Schulen vor, um diese katastrophensicher, barrierefrei und kinderfreundlich zu machen. Bis zu vier neue Klassenräume und Spielplätze werden jeweils an den Schulen errichtet. Zusätzlich verbessern wir je nach Bedarf die Sanitär- und Wasserversorgung an den vier Schulen und bauen nach Geschlechtern getrennte Toiletten. In Trainings beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit wichtigen Hygienepraktiken, wie dem Händewaschen mit Seife und Mentruationshygiene. 

 

Leseförderung

Lesen zu können ist in vielen Bereichen des Lebens von zentraler Bedeutung und die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. In den Projektregionen können jedoch viele Eltern nicht richtig lesen und schreiben. Um dem entgegenzuwirken führen wir gezielt lesefördernde Maßnahmen durch und rufen Lesegruppen und kleine Bücherverleihe ins Leben. An den Schulen werden Leseecken mit Büchern eingerichtet. Auch in Radiosendungen, an denen die Kinder aktiv teilnehmen, wird über die Bedeutung des Lesens informiert.  

 

Schulungen für Lehrkräfte

Lehrerinnen und Lehrer haben einen maßgeblichen Einfluss darauf, ob Kinder gern zur Schule gehen und ob sie Spaß am Lernen haben. 12 Lehrkräfte der vier Projektschulen stärken wir deshalb in ihren Kompetenzen und führen Fortbildungen zu geschlechtssensiblen und inklusiven Lehrmethoden durch. 16 Lehrkräfte und Mitglieder des Schulmanagements besuchen Trainings zum Thema sichere Schulen und Katastrophenschutz. Anschließend üben sie mit den Kindern, wie sie sich im Notfall, zum Beispiel bei einem Erdbeben, verhalten müssen. 

 

Kinder zurück in die Schulen holen

Ziel des Projekts ist es, allen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Zusammen mit den Behörden identifizieren wir deshalb Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen. Lehrkräfte führen anschließend Hausbesuche durch, um mit den Eltern über die Ursachen zu sprechen und nach Lösungen zu suchen. Kinder mit Behinderungen, die nicht zur Schule gehen, werden ebenfalls zu Hause besucht. Sie erhalten Beratung und Unterstützung  und je nach Bedarf angepasste Lernmaterialien. Um Kindern in entlegenen Dörfern den Schulbesuch zu ermöglichen, richten wir zwei mobile Klassen für die Wintermonate ein. 

 

 

Nothilfe

 

Aufgrund der Corona-Pandemie haben Schulen in der Region Karnali schließen müssen. Viele Kinder haben dadurch keinen oder stark eingeschränkten Zugang zu Bildung. Zuhause haben sie wenig Möglichkeiten, beim Lernen Unterstützung zu erhalten. Gleichzeitig steigt die psychosoziale Belastung für die Kinder während der Ausgangssperren und ohne ihre Freunde und weitere Familienangehörige treffen zu können. Auch das Risiko für häusliche Gewalt, besonders für Mädchen und Frauen, steigt. Während Schulschließungen andauern, verbessern für für 12.000 Kinder das Lernumfeld Zuhause, in dem wir Lernmaterialien verteilen und Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Schulmanagement über das Radio und Informationsflyer für kreative Lernmethoden für Zuhause sensibilisieren. Unterrichtsformate über TV, Radio und virtuell werden mit Hilfe der Eltern umgesetzt.

 

Prüfung und Bewertung der Projektaktivitäten

 

Während der gesamten Laufzeit des Projektes werden regelmäßig die Lernfortschritte der Kinder und die Qualität des Unterrichts gemessen. Ebenso überprüfen wir die Umsetzung der Maßnahmen für ein verbessertes Lernumfeld und den Einstellungswandel der Eltern. Nach Beendigung des Projektes wird eine ausführliche Evaluierung durchgeführt.

 

Im Juli 2020 kam es außerdem zu Erdrutschen im Distrikt Kalikot auf Grund von starken Regenfällen. Ca. 5.000 Menschen sind betroffen, 28 Menschen, darunter 5 Kinder, kamen ums Leben. Die Häuser und Lebensgrundlagen vieler Menschen wurden zerstört. Die Abgelegenheit der Region erschwert den Zugang und die Kommunikation mit Betroffenen. Mittels finanzieller Soforthilfen, provisorischen Unterkünften, Interventionen zum Kinderschutz und zur Verhinderung geschlechtsspezifischer Gewalt sowie Hygienekits leisten wir Unterstützung für rund 1.000 Familien. 


SPENDENKONTO 

 

Andy & Bianca Dauber Stiftung Geschwisterherzen

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE57 7002 0500 6842 5002 50

BIC: BFSWDE33MUE  

KONTAKT

 

Andy & Bianca Dauber Stiftung Geschwisterherzen

Revtoftweg 40

25927 Neukirchen

info@stiftung-geschwisterherzen.de

 

Stiftungsvorstand: Bianca Dauber

Steuernummer: 17/416/02136
Finanzamt Hamburg-Nord

Die Andy & Bianca Dauber Stiftung Geschwisterherzen wird treuhänderisch verwaltet von der Stiftung Hilfe mit Plan, Bramfelder Straße 70, 22305 Hamburg.